Die vielen Gesichter eines
genialen Humoristen
Die künstlerische
Laufbahn des Arkás ist ein ausgezeichnetes Argument für
alle, die meinen, dass in der Kunst das Werk selbst zählt und
nicht die Darstellung des Künstlers in der Öffentlichkeit.
Seine bewusste Entscheidung, keine Interviews zu geben, nicht im
Fernsehen aufzutreten und sich grundsätzlich aus allem herauszuhalten,
was als Selbstdarstellung oder Publicity-Geschäft gelten kann,
hat einen Mythos um den Namen Arkás wachsen lassen. Zwanzig
Jahre sind vergangen, seit er seine ersten Comic-Strips - den legendären
Hahn - im griechischen Comic-Magazin Babel
veröffentlichte, und noch immer ist er als Person unbekannt.
Seine ersten Publikationen lösten eine kleine Revolution in
der heimischen Szene aus: er wurde sofort mit uneingeschränkter
Begeisterung aufgenommen. Charakteristisch ist die Tatsache, dass
sein Zeichen- und Schreibstil bereits bei der ersten Veröffentlichung
so ausgereift waren, dass das Publikum den Eindruck gewann, es handle
sich nicht um einen jungen Künstler, sondern um einen arrivierten
Cartoonisten, der unter einem Pseudonym veröffentlichte! Dank
seines einzigartigen Humors und seines ketzerischen, scharfsinnigen
Sarkasmus, hat er durch all die Jahre hindurch stetig wachsenden
Erfolg gehabt. Seine Alben begannen sich in beeindruckend großer
Zahl zu verkaufen, erlebten immer neue Auflagen und erfreuten sich
binnen kürzester Zeit auch außerhalb Griechenlands großer
Beliebtheit. Das Geheimnis seines Erfolgs liegt in seinem durch
und durch internationalen Humor.
Seine Figuren sprechen ebenso gut Deutsch und Norwegisch
wie Griechisch, weil die Dialoge und Situationen, die dargestellt
werden, den zeitlosen Geist atmen, den wir in allen Comics finden,
die über die Jahre zu Klassikern wurden.
Heute ist dieser mysteriöse talentierte Schöpfer
einer ganzen Galaxie von verschiedenen erfolgreichen thematischen
Serien ein Meister des Sarkasmus und der Subversion in immer neuen
Erscheinungen.
Und vor allem: Sein Name steht für das reiche Werk eines Künstlers,
der, abseits vom Publicity-Rummel und persönlichen Eitelkeiten,
so frisch und jung geblieben ist, dass er die Sprache der Jugend
von heute ebenso spricht, wie er damals den Nerv derer getroffen
hatte, die vor ein, zwei Jahrzehnten fanatische Verehrer des Phänomens
Arkás wurden.
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