Lukrezia findet keine Befriedigung, während Kastrato keine
Befriedigung geben kann.
Die
alte Dame hingegen, Symbol längst überholter Moralvorstellungen,
lebt buchstäblich in ihrer eigenen Welt. Mit diesen drei
Figuren als Helden entwirft Arkás eine Reihe von kurzen
Einaktern, in denen die Ironie der satanischen Lukrezia
(Borgia) als ewige Zielscheibe den fatalistischen Kastrato hat,
der darauf in der ihm eigenen Weise reagiert. Mit großem
Geschick gelingt es Arkás, Härte und Zuneigung miteinander
zu verbinden, indem er in bewundernswerter Weise die Balance zwischen
den Figuren hält, auf verschiedenen Ebenen spielt und Sympathie
für seine Anti-Helden zu erwecken versteht.